Bürgerinitiative K6nein Barkenberg

Der neue Flächennutzungsplan (FNP) 2006 der Stadt Dorsten.

Eine verkehrstechnische Katastrophe für die Alt-Wulfener, Barkenberger und Lembecker Bürger.

Am Donnerstag den 23.3.2006 wurde der neue Flächennutzungsplan 2006 durch die Verkehrsplaner der Stadt Dorsten im Gemeinschaftshaus in Wulfen vorgestellt.

Dabei hat sich leider bestätigt, was wir immer vermutet haben:
Der neue Flächennutzungsplan ist eine konsequente Weiterführung einer Dinosaurierverkehrsplanung der 60-er Jahre. Barkenberg soll
das Durchgangsverkehrszentrum für den regionalen und überregionalen Verkehr werden, zu Lasten der betroffenen Bürger.

Alle geplanten Straßen will die Stadt Dorsten dem Kreis Recklinghausen aufdrücken, sodass nur Kreisstraßen mit ihren hohen Umweltbelastungen gebaut werden sollen. Zum FNP (Barkenberg und Wulfen)

Bau der K6n
Durch den Bau der K6n werden direkte Verbindungen, von der A52 über den Marler Damm (K6), von der A52 über die L608, sowie der K41 aus Dorsten kommend über den Wittenberger Damm zur K6n nach Lembeck und zur A31 geöffnet.
Zur Karte (Übersicht Verkehrsströme)

Bau der K41n
Durch die Wiederaufnahme der Planung zum Bau der K41n, Dorstener Damm, soll durch das Wohngebiet von Alt-Wulfen eine neue Straße gebaut werden.
In der Argumentation für diese Straße spricht Herr Gläßner (Stadtplaner) von einem kleinen Sträßchen als Auffangstraße für den Quellverkehr. Doch die Realität sieht bei einer Kreisstraße anders aus. LKW- und Schwerlastverkehr wird die Anwohner belästigen. Der südliche Teil von Altwulfen wird nachhaltig isoliert.
Zum FNP (Ausschnitt K41n)

Bau der L608n
Beim Bau der L608n gibt es große Konflikte mit den Ökosystemen.
Zum FNP (Ausschnitt L608n)

Bau der B58n
Jahrzehntelang sollten die Ortsteile Barkenberg und Alt-Wulfen zusammenwachsen; aber das ist Schnee von gestern für den Planer. Durch den Bau der B58n als nördliche Umgehung der B58 werden die Ortsteile Alt-Wulfen und Barkenberg nachhaltig getrennt. Die kreuzungsfreie Umfahrung wird noch mehr Fahrzeuge anlocken.
Zum FNP (Ausschnitt B58n)

Bau der K55n
Der Bau der K55n soll die Lembecker Bürger vor dem zusätzlichen Durchgangsverkehr der K55 schützen, denn die K55 wird die Sammelstraße aller verkehrsöffnenden Maßnahmen von Süden kommend.
Zum FNP (Ausschnitt K55n) Allerdings wurden gleich die ersten Mittel für die Planung gestrichen um damit einen Teil des Haushaltsloches des Kreises zu stopfen.

Auszug aus den allgemeinen Planungszielen des FNP der Stadt Dorsten:
“Ziel des Flächennutzungsplanes ist es, eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung und eine dem Wohl der Allgemeinheit entsprechende sozialgerechte Bodennutzung zu gewährleisten, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern und die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu entwickeln.”

“Es sind Voraussetzungen für eine ausreichende Wohnraumversorgung und eine tragfähige wirtschaftliche Entwicklung zu schaffen und mit der Entwicklung von Natur und Landschaft in Einklang zu bringen. ... “
Quelle:
http://www.dorsten.de/Standort/Planungsportal/Allgemeine_Ziele.htm

Zusammenfassung:
Vergleicht man diese Zielformulierungen mit den Vorhaben der Stadtplaner und Politiker, die den Flächennutzungsplan zum “Wohle der Bürger” aufgestellt haben, so muss man feststellen:

Den Stadtplanern und Politikern der Stadt Dorsten ist es in den letzten 50 Jahren nicht gelungen, eine vernünftige, den allgemeinen Planungszielen folgende Stadtplanung aufzustellen.

Sie waren und sind offensichtlich nicht in der Lage, die Ursprungsplanung für Gesamt-Wulfen den erheblich veränderten Gegebenheiten anzupassen.

Die verantwortlichen Politiker verlassen den Rat, die Planer gehen in Pension, und die Bürger müssen es ausbaden.