Bürgerinitiative K6nein Barkenberg

Artikel 08.02.2006 WAZ / Lokalausgabe / Dorsten

Startschuss für K6n

Planungsausschluss gibt grünes Licht für den Kreiszur Verlängerung des Wittenberger Dammes. Dorsten. Die Hoffnungen der K6n-Gegner erfüllten sich in der gestrigen Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses nicht: Gegen die beiden Stimmen von Grünen und Gudrun Kühn schickte er das Planfeststellungsverfahren durch den Kreis Recklinghausen auf den Weg.

Zuvor hatte Dipl.-Ing. Walter Drewnowski aus Kaarst sein verkehrliches Gutachten zur K6n mit verschiedenen Netzfällen vorgestellt. Seine eindeutige Empfehlung ging zur Anbindung Richtung Norden: "Ich kenne keine Siedlung mit 10 000 Einwohnern, die nur eine Verbindung ans Straßennetz hat." Eine nur unwesentliche Entlastung durch die K6n wäre erst dann gegeben, wenn die L 608n und die B 58n realisiert würden, was allerdings noch immer in weiter Ferne liegt. Eine klare Aussage traf der Gutachter zum Ausbaustandard: Die neue Anbindung hat den Charakter einer örtlichen Verbindungsstraße von maximal 6,50 m Breite mit externem Radweg.

Die Fraktionen von CDU, SPD und FDP stimmten zu, weil der Ratsbeschluss von 1994 noch immer Gültigkeit habe und, so Martin Hagemann (SPD) seitdem keine neuen Erkenntnisse gewonnen wurden. Thomas Boos (FDP) hält die K6n wichtig für die Infrastruktur: "Bei den anstehenden Veränderungen in Barkenberg ist sie eine sinnvolle Ergänzung."Horst Papenfuß (Grüne) sah dagegen keine Notwendigkeit für die Straße: "Wo sind denn die Völkerwanderungen in Richtung Norden?"Gudrun Kühn, fraktionslos, wies auf einen Widerspruch zwischen Gutachten und Ratsbeschluss hin: "Der 94-er Beschluss fordert eine zeitnahe Fertigstellung von L 608n und B 58n mit der Fortführung des Wittenberger Dammes."

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